NOCKENWELLEN
UND
ANSTEUERUNG

Der Porsche 917 Motor verfügt über vier obenliegende Nockenwellen, welche über ein Zahnrad-Räderwerk, anstatt der Porsche üblichen Steuerketten angesteuert werden. Die Ansteuerung erfolgt über den zentralen Mittelabtrieb auf der Kurbelwelle und wird für die jeweils linke und rechte Zylinderbank mittels jeweils sieben Zahnräder mit einem Übersetzungsverhätnis von 0,5 übertragen. Diese Zahnräder laufen in einer schmalen Box aus Magnesiumguss, welche wiederum zwischen dem dritten und vierten Zylinder der jeweils linken und rechten Zylinderbank angeordnet sind.

Eine konstruktive Besonderheit dieses Motors ist die so einfach, wie elegante Feinjustierung der Steuerzeiten. Das von der Kurbelwelle angesteuerte  Zahnrad, welches auf der Nockenwelle sitzt, verfügt über 17 gleichmäßig verteilte axiale Bohrungen und ist zunächst nicht fest mit der Nockenwelle verbunden. Axial neben diesem Zahnrad befindet sich eine gelochte Scheibe mit 16 Bohrungen, welche sich auf dem gleichen Lochradius wie die 17 Bohrungen auf dem Zahnrad befinden. Im Gegensatz zu dem Zahnrad, ist diese Lochscheibe mit der Nockenwelle jedoch fest verschweisst . Mit einem Bolzen können Zahnrad und Lochscheibe  gekoppelt werden, wenn sich jeweils 2 Bohrungen auf beiden Scheiben genau übereinander befinden. Die Feineinstellung der Steuerzeiten wird vorgenommen, indem die Nockenwelle im ungekoppelten Zustand manuell auf die korrekte Position (Winkel) gegenüber der vordefinierten Kurbelwellenposition gedreht wird. Durch die beiden Bohrungen auf dem Zahnrad und der Lochscheibe, die in dieser Position genau übereinander liegen, wird der Kopplungsbolzen eingeführt. Das Zahnrad wird in dieser Position mit einer stabilen Sechskantmutter und einem Federring gegen  die Lochscheibe gedrückt und damit fest mit der Nockenwelle verbunden.  Mit diesem Konstruktionsprinzip, beträgt die kleinste Winkeleinstellung (= Änderung) 1.3 Grad gemäß folgender Formel: 1/16 - 1/17 x 360 Grad.

 

Für das Modell wurden alle Komponenten der Nockenwellengehäuseteile, der Nockenwellen, der Antriebszahnräder und der Steuerzeiten-Einstellung dem Original entsprechend exakt nachgebaut. Im Prinzip ist die gesamte Modell-Mechanik beginnend mit dem Abgriff auf der Kurbelwelle bis zur Betätigung der Tassenstössel für die Ventile (inklusive Steuerzeiteneinstellung wie oben beschrieben) voll funktionsfähig, auch wenn dies später bei einer statischen Modellpräsentation keine Rolle mehr spielen wird.  Für das Präsentations-Display wird die linke Zylinderbank nach Art einer Explosionszeichnung offen dargestellt werden, so dass alle konstruktiven Details dieses mechanischen Wunderwerks uneingeschränkt betrachtet werden können.

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